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Verringert die Sturzgefahr, verhindert Knochenbrüche
Tanzen macht die Beine standfest
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Im Training bleiben, das gilt auch für die Beine: Wer sich im Dreivierteltakt wiegt, stärkt seine Muskeln und stürzt nicht so leicht

Tanzen wirklich die Standsicherheit verbessert. Das Ergebnis nach einem halben Jahr: Die tanzenden Senioren waren deutlich sicherer auf ihren Beinen geworden. Sie gingen schneller und machten größere Schritte, was ein klares Indiz hierfür war. Denn Menschen, die sich nur kleine Trippelschritte zutrauen, stürzen erfahrungsgemäß am häufigsten. Innerhalb des ersten Jahres nach Abschluss der Studie waren 24 der Tänzer gestürzt. 54 waren es in der Vergleichsgruppe, mehr als doppelt so viele. Auch diese Teilnehmer wurden nun im Tanztraining geschult und verbesserten ihre Gehsicherheit. Tanzkurse für Senioren werden von Pfarreien angeboten, auch von Volkshochschulen. Einfach mal erkundigen!
Zur Zeit herrscht wieder höchste Alarmstufe auf Deutschlands Gehwegen: Sie sind vereist und voller Schneematsch, dazwischen altes glitschiges Laub: Ein riskanter Slalom vorbei an den gefährlichsten Stellen, um nicht hinzufallen. Wer kräftige Muskeln hat und schnell reagieren kann, wenn es ihm plötzlich die Beine wegzieht, stürzt nicht so leicht. Das haben schon frühere Studien ergeben. Eine neue Untersuchung aus Genf (Schweiz) hat gezeigt, dass Tanzen die Beine noch sicherer macht - weil es den Gleichgewichtssinn fördert. Wer sich in sanften Klängen wiegt oder schnellen Rhythmen folgt, profitiert gleich dreifach davon: Er wird reaktionsschneller, steigert seine Fitness und entwickelt einen siebten Sinn, seine Standfestigkeit. Sturzgefahr wurde mehr als halbiert In der Schweizer Untersuchung traten 134 Senioren zur Tanzstunde an. Sie waren im Schnitt 75 Jahre alt. Neben Tanzschritten absolvierten sie auch andere Bewegungsübungen, stets im Takt der Musik. Eine Vergleichsgruppe älterer Menschen machte dagegen kein Tanztraining. Die Wissenschaftler wollten so feststellen, ob das

Quelle: 7 Tage Gesundheit, Dezember 2010

Dr_Heller

GESUNDHEIT
Darf ich tanzen, obwohl ich Rückenschäden habe?


Professor Dr. Karl-Dieter Heller, Orthopäde, Chefarzt der Orthopädischen Klinik des HEH, Braunschweig Tanzen hält Geist , Körper und Seele fit. Tanzen kann Freude vermitteln und als sinnvolle sportliche Betätigung auch besonders im Alter angesehen werden. Zum Tanzen benötigt man Ausdauer, Koordination, Konzentration und Balance. Tanzen beansprucht die Bein- und Rumpfmuskulatur, dies führt zu einer rückenfreundlichen Körperhaltung. Die Gelenkbeweglichkeit wird erhalten oder verbessert. Aufgrund der Bewegung werden die Gelenke besser geschmiert. Bei den meisten Tänzen werden die Gelenke nur wenig belastet. Die rhythmisch aufgebaute Körperspannung ist eine ideale Osteoporose-Vorbeugung. Wie stark die Tänze Muskeln und Kreislauf beanspruchen, hängt vom Rhythmus, der Intensität und der Art des Tanzes ab. Dauer und Schnelligkeit können an die persönliche Fitness angepasst werden. Beim Tanzen verbrennt man etwa halb so viele Kalorien wie beim Joggen. Vorsicht sollte man unmittelbar nach Einbau eines Kunstgelenkes oder bei einem frischen Bandscheibenvorfall walten lassen. Bei Zweifeln sollten Sie einen Orthopäden zu Rate ziehen.
Quelle: Wolfsburger Nachrichten vom 15.05.2007